Seldschuken Club



Höhepunkt in der Ausstellungssaison 2010



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HSS in Erfurt - mehr als 100 Seldschuken
in Konkurrenz
SS in Strasskirchen - auch hier brachten die stolzen Clubmitglieder über 100 Käfignummer in die Bewertung.


Ausstellungsberichte



Erfolgreiche Seldschuken auf den Großschauen 2010


5 Jahre Seldschuken-Club Deutschland


Wohin führt unser Weg?
Geht es mit unserer Rasse und unserem Club nur bergauf? Ich glaube, wir haben den Zenit noch nicht erreicht. Es wird bestimmt nicht mehr so steil nach oben gehen, wie in den ersten Jahren nach der Gründung unseres Sondervereins 2005. Damals waren es gerade einmal 17 Mitglieder, heute bereits mehr als 40 (!) und das mit steigender Tendenz.
Nach der Anerkennung weiterer Farbenschläge, 2008 die schwarzen Farbenschläge in Erfurt und 2009 den weißen in Leipzig, wird der BDRG die mit uns neu überarbeiteten Musterbeschreibung der Seldschuken in den „Deutschen Standard der Rassetauben in Farbe“ aufnehmen. Die vorgenannten Farbenschläge werden für unsere Rasse eine Bereicherung sein! Da damit nunmehr unser ursprüng-
liches Vereinsziel, nämlich die Erhaltung der historischen Farbenschläge, erreicht wurde, sollte dieser Standard unserer Rasse nunmehr für längere Zeit Bestand haben und damit zukunftweisend bleiben.
Hier möchte ich darauf hinweisen, dass die neu anerkannten Farbenschläge keine „Neuzüchtungen“ bisher nicht existenter Varianten sind, sondern historische Farbenschläge, die wir aus dem „Dornröschenschlaf“ geweckt haben. Zu den historischen Farbenschlägen gehören neben den eisfarbigen sowohl die schwarzgrundigen als auch die weißen Seldschuken, sind somit altes Kulturgut, das wir laut unserer Vereinssatzung erhalten und fördern wollen. Ich möchte keine „deutschen“ Seldschuken, womöglich noch in Zeichnungen, die angeblich „in“ sind, wie z.B. gescheckt, bindige oder gehämmert, sondern nur solche, die anhand der aus dem Herkunftsland überlieferten Rasseattribute alle als Seldschuken erkannt werden. Wer Zeichnungen bzw. Varianten will, die niemals den Seldschuken eigen waren, sollte sich Rassen zulegen, die das mitbringen.

59. VDT-Schau vom 26. – 28.11.2010 in Erfurt mit angeschlossener Seldschuken -Hauptsonderschau

Diese Ausstellung war für Seldschukenzüchter eine Reise wert! Das war eine Hauptsonderschau unserer Rasse, die sich sehen lassen konnte! Sage und schreibe über einhundert (!) Seldschuken in den vier anerkannten Farbenschlägen wurden ausgestellt. Dazu eine sehr schön gestaltete Voliere in den vier Farbenschlägen. Sie war ein Blickfang und eine Werbung für unsere Jubiläumsschau fünf Jahre nach Anerkennung des ersten Farbenschlages und Gründung unseres SV „Seldschuken-Club Deutschland“. An der Voliere hatte der Clubvorsitzende neben einer Kurzbeschreibung unserer Rasse eine farbige Deutschlandkarte angebracht, aus der die Züchterwohnorte und –adressen ersichtlich waren. Nicht nur dafür, sondern auch für seine Bereitschaft, an allen Ausstellungstagen den Besuchern und Rasseinteressenten mit Rat, Tat und Auskünften zur Verfügung zu stehen, gebührt ihm Dank.

Mit 11 Schwarzen begann der Wettbewerb. Dieser Farbenschlag hat sich seit Anerkennung vor zwei Jahren erfreulich stark verbessert. In dieser Gruppe dominierte nach wie vor unser Clubvorsitzender J. Mielke, der neben H. Döppert mit 2 x sg 95 die mit hv 96 ST und sg 95 E höchstbewerteten Tiere stellte. Für diesen Farbenschlag ist das super!!
Bei den 7 weißen Seldschuken, die nach ihrer Anerkennung im Vorjahr erstmals ausgestellt wurden, traute sich der Preisrichter offensichtlich nicht, eine höhere Note als „sg“ zu vergeben. So erhielt unser Zuchtwart J. Ebner als Alleinaussteller auf alle Tiere diese Bewertung, auf eine sehr rassige junge Täubin verdient ein sg 95 E. Dieser Leistung ist uneingeschränkte Anerkennung zu zollen!
Mit sage und schreibe 73 eisfarbigen ohne Binden stand unser Hauptfarbenschlag im Wettbewerb. Unter den 41 jungen Täubern war sehr viel Klasse zu sehen, aber auch einiges, das noch zu verbessern ist. Besonders auf die noch mangelhaft deckende Zehenbefiederung trifft das zu, wie übrigens auch bei den übrigen Farbenschlägen. Auf die Schnabellänge muss ebenfalls mehr geachtet werden. Knapp mittellang soll der Seldschukenschnabel laut Standard sein, und das ist nach wie vor das Zuchtziel. In diesem Punkt sind die Schwarzen mit weißem Fächer am besten. Trotz dieser Wünsche: diese eisfarbigen Seldschuken waren eine schöne Kollektion; eine großartige züchterische Leistung wurde in den vergangenen Jahren vollbracht. Super Fächer, Super Eisfarbe – Züchterherz was willst Du mehr?! In dieser Gruppe stellten Hammerschmid/Fenzl mit v 97 EB und hv 96 TCB sowie Ebner 2 x hv 96, davon 1 x SVB, die besten Tiere. Bei den 15 alten Täubern stellte wiederum Hammerschmid/Fenzl mit hv 96 SVT das beste Tier. Allerdings hätte ich in dieser Gruppe bessere Qualität erwartet – gut 50% erhielt nur eine „g“ Bewertung - sowie teilweise mehr Schaupflege.
Bei den 24 Seldschuken 0.1 jung standen einige sehr gute Tiere. Mit der sehr dunklen Schwanzbinde und Schwingenfarbe zeigten sie einen eindrucksvollen Kontrast zur sehr schönen Eisfarbe des Körpers. Die meisten konnten auch im Fächeraufbau und Stand überzeugen. Die bestbewerteten kamen von Hammerschmid/Fenzl mit hv 96 TCB sowie 4 x sg 95. Diese Note konnte auch H. Döppert erreichen.
In der kleinsten Gruppe der Eisfarbigen standen 8 Seldschuken 0.1 alt in der Bewertung. Die Bestnote sg 95 SVT erzielten Hammerschmid/Fenzl.
Eine tolle Kollektion waren die 8 Schwarzen mit weißem Schwanz. Voll überzeugen konnten die 1.0 in Farbe und Fächer. Leider nicht im Stand: er war zu abfallend! Trotzdem, dieser Farbenschlag wird seinen Weg machen. Dazu braucht es nur ein paar Jahre und einige Züchter mehr. Hier konnte J. Ebner 3 x sg E (!) verbuchen. Unter den 0.1 jung stand das beste Tier der ganzen Kollektion mit hv 96 SVB von J. Mielke, eine klasse Täubin in allen Punkten! Dieser nur wenig nachstehend wurde eine sehr schöne Täubin von H. Döppert zu Recht mit sg 95 E benotet.

Nationale 2010 in Frankfurt

Leider wurden nur 13 Seldschuken, eisfarbig ohne Binden, stellten sich dem Preisrichter. Diese geringe Meldezahl war sicherlich unserer Schwerpunktsetzung für die Schausaison 2010 auf den Sonderschauen in Erfurt und Strasskirchen geschuldet. Doch auch diese kleine Kollektion von zwei Clubmitgliedern konnten überzeugen und nicht nur das Publikum, sondern offensichtlich auch den Preisrichter begeistern, wie sich aus der Besucherresonanz und vor allem den großartigen Ergebnissen schließen lässt. Mit 2 x sg 95 für H. Döppert und sg 95 sowie hv 96 für P. Loers wurde auch hier die positive Entwicklung unserer Rasse und die zielgerechte Arbeit unseres SV „Seldschuken-Club“ Deutschland eindrucksvoll bestätigt.

Jubiläumslokalschau vom 06. – 07.01.2011 in Strasskirchen/Niederbayern mit angeschlossener Sonderschau der Seldschuken

Es war mehr als beeindruckend und keinesfalls bei der Anmeldung der Sonderschau erwartet worden! Auch hier stellten sich einschließlich einer Voliere im Farbenschlag eisfarbig ohne Binden mehr als 100 (!!) Seldschuken der Preisrichterwertung. Was will man mehr?! Auf „Heilig drei Könige“ fand diese Veranstaltung im kleinen aber feinen Rahmen statt. Diese Schau hätte mehr Besucher verdient. Respekt für die Leistung der Ausstellungsleitung. Wunderschön dekorierter einreihiger Aufbau mit breiten Gängen in der sehr hellen und geräumigen Geflügelhalle. Ein Ambiente vom Feinsten! Vom Feinsten waren auch die präsentierten Seldschuken in allen vier Farbenschlägen.
In der ersten Gruppe standen 12 Schwarze. Hier war unser Vorsitzender J. Mielke der Spitzenmann: mit 7 präsentierten Tieren errang er 1 x hv 96 und 6 x sg – herzlichen Glückwunsch!
Bei den 6 Weißen konnte J. Ebner als Alleinaussteller dieses Farbenschlages mit 1 x g und 5 x sg die Note sg 95 E nicht überschreiten. Aber wir dürfen guter Dinge sein, nach derzeitigem Zuchtstand, sie stehen in der Rassigkeit den anderen Farbenschlägen nicht mehr viel nach, sind höhere Bewertungen bald fällig (Anm. d. Redaktion: das ist zu erwarten, zumal sich zur Zeit weitere Züchter um den Farbenschlag bemühen).
Einschließlich Voliere waren 78 eisfarbige Seldschuken eingesetzt worden. Einfach eine klasse Kollektion! Ich bin überzeugt, so eine Präsentation unserer Rasse hat es bis jetzt noch nicht gegeben. Viele, viele hohe Noten wurden vergeben – und das nicht immer unverdient!
Bei den 30 Seldschuken 1.0 jung erzielten E. Hammerschmid/R. Fenzl 3 x hv 96 (!!), 1 x die Note sg 95 SE und auch sg 95 für die Voliere. Aber auch sg 95 für H. Döppert (2 x), J. Ebner und M. Vilsthaler. Einfach super!! Auch unter den 13 Tieren 1.0 alt erzielten E. Hammerschmid/R. Fenzl mit einer sehr erfolgreichen 5er Mannschaft je 1 x v 97 und hv 96 sowie 3 x sg (!!). Ein weiteres hv 96 konnte J. Ebner für sich verbuchen. Fast 90% der vorgestellten Seldschuken erhielten sg und bessere Bewertungen. Eine tolle Leistung!
Eine Superleistung konnte auch bei den 19 eisfarbigen Seldschuken 0.1 jung verzeichnet werden: v 97 JuTe für J. Ebner, sg 95 für F. Link und H. Döppert. Nur drei (!!) Vertreterinnen blieben unter einer „sg“-Bewertung. In der Gruppe der 0.1 alt wurde dieses Ergebnis noch übertroffen. Keine der konkurrierenden 9 Täubinnen, das Beste, was ich bisher zu sehen bekam, wurde mit weniger als 94 Punkten gekört. Die Beste, eine rassige Täubin für die Zukunft, stellte J. Ebner mit v 97 JubBd. Aber auch andere konnten feinste Tiere stellen: hv 96 und sg 95 SE für E. Hammerschmid/ R. Fenzl sowie sg 95 für M. Vilsthaler und J. Ebner.
Viel Klasse auch in der Gruppe der 11 schwarzen mit weißem Schwanz. Top waren alle in der Farbe, im Schnabel und in den Kopfpunkten. Die Fächerhaltung könnte allerdings besser sein; etwas steiler und breiter gefächert, das wäre mein Wunsch. Einige Tiere sollten auch waagerechter stehen und den Körper nicht so hochziehen, das bemängelte auch der Preisrichter. Trotz all dessen standen hier feine Vertreter. Das beste Tier mit hv 96 von J. Mielke, ein sehr schöner 1.0 jung, der diese Note wirklich zustand. J. Ebner erreichte 2 x sg 95 mit kleinen Wünschen im Stand und in der Zehenbefiederung.

Schlussbemerkungen

Für unsere Rasse und unseren SV „SeldschukenClub Deutschland“ war 2010 ein sehr erfolgreiches Jahr. 2010 war aber auch das Hammerschmid/Fenzl – Jahr. Die beiden konnten in dieser Saison alles gewinnen, was es zu gewinnen gab: zahlreiche Höchstnoten, hohe Leistungspreise wie die Clubmeisterschaft, den begehrten Wanderpokal sowie die Deutsche Meisterschaft!! Auch an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch für diese herausragenden Leistungen.


Allen Züchtern in unserem SV wünsche ich auch im Namen unseres Clubs eine erfolgreiche Zucht, ein gesundes Wiedersehen zur Sommertagung in Twist bei unseren Clubmitgliedern Karin und Waldemar Korupp und, möglichst zahlreich, auch bei unseren kommenden Sonderschauen.



Zuchtwart J. Ebner



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HSS 2010 in Erfurt (Bilder von links nach rechts): 1.0 jung, hv 96 SVT, und 0.1 jung, hv 96 TCB,
beide eisfarbig ohne Binden von Hammerschmid/Fenzl, Steinberg; 01, schwarz mit weißem Fächer, hv 96 SVB, von J. Mielke, Bad Honnef


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SS 2010 in Strasskirchen (Bilder von links nach rechts): 0,1 jung, eisfarbig ohne Binden,
v 97 JuTeS, und 1.0 jung, weiß, sg 95 E, von J. Ebner, Julbach; 0.1 jung, Schwarz, hv 96 JuTeS, von
J.Mielke, Bad Honnef


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